Flamingos, Mufflons und seltene Tierarten der Lagune
Die Westküste Sardiniens überrascht den Besucher mit 5627 ha Lagunenflächen, in der eine Vielzahl von Vogelarten, darunter auch seltene Arten, zuhause sind. Am beeindruckensten sind - schon wegen ihrer Zahl - die dort heimischen Flamingos. Auch über die Lagunenflächen hinaus hat die Provinz Oristano für Naturfotografen einiges an Kostbarkeiten zu bieten. Es wurden Schutzzonen nach Internationalem Recht - Vogelschutzrichtlinie bzw. Natura 2000 - eingerichtet. Dies ist an das Vorhandensein seltener oder gefährdeter Arten gekoppelt. So kann man dort unter anderem die Dünnschnabelmöwe, den Stelzenläufer, den Bienenfresser, den Sperber, den Triel, die Schleiereule oder den Steinkauz finden. Die Flora bietet Spezialitäten wie z.B. das geschweiftblättrige Alpenveilchen oder das Katzenkopf-Sonnenröschen. In den Bergen des Montiferru begegnet man dem Europäischer Mufflon, der ursprünglich nur auf Korsica und Sardinien heimisch war. Unter der Leitung von Michaela Klüver-Spreng, die die Insel seit mehr als 25 Jahren bereist, kommen Sie bei diesem Workshop an genau die Punkte, die das ganz besondere Tierfoto möglich machen.
Fototipps und Praxis
Bei den täglichen Fototouren und den Vor- und Nachbesprechungen stehen neben dem aktiven Fotografieren folgende Themen auf dem Programm: Grundlagen der Tierfotografie, die optimale Kameraeinstellung für Flugaufnahmen, Grundregeln und Varianten der Bildgestaltung. Sie erarbeiten sich die Technik, um Fotos mit einem ansprechenden Hintergrund zu realisieren, lernen Action-Szenen vorherzusehen und auf das Glanzlicht im Auge des Tieres zu warten, bevor Sie abdrücken.
Tagesablauf und Ausflüge
Es wird täglich zwei Fototouren geben, eine Vormittagstour direkt nach dem Frühstück und nach einer langen Mittagspause eine Nachmittagstour bis zum Abend. Optional besteht noch das Angebot, an zwei Tagen zusätzlich schon vor dem Frühstück zum Sonnenaufgang hinauszugehen. Ein Nachmittag ist programmfrei und steht für individuelle Aktivitäten zur Verfügung. Da es schade wäre, dies auszulassen, wenn wir schon einmal auf dieser Insel mit ihren zahlreichen Zeugnissen der Vergangenheit sind, werden wir einen Tag der Tierfotografie untreu und widmen uns der Landschaftsfotografie am Meer auf der Sinis-Halbinsel, die eine interessante Geschichte zu bieten hat: Der Ende des 7. Jhd. v. Chr. gegründete phönizische Hafen von Tharros hatte damals eine wichtige Funktion im Handel zwischen Europa und Nordafrika.




